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Ich versuche die sogenannte bessere Gesellschaft so darzustellen, wie sie wirklich ist.
Alle haben recht. Jede Tendenz hat ihre Berechtigung. Arbeit hat wert. In der Kunst auch. Was von Bestand ist behält Recht und hat Wert. 1.) Was mir wichtig ist: Wenn ich ein Werk benütze, als Konsument oder Produzent dessen, muss ich das Bedürfnis verspüren, mich damit auseinandersetzen zu wollen. Egal wie, warum nicht mit der Malerei oder mit der Betrachtung derselben? Schwarze Quadrate, monochrome Arbeiten oder gegenstandslose Kompositionen halte ich zwar für sehr wichtig in der Kunst, es fesselt mich allerdings mehr beim Betrachten in jenem Werk zu versinken, zumindest für die Dauer eines abendfüllenden Spielfilms. Ob ein Bild stark oder schwach beleuchtet ist, es sollte immer nützlich sein. Expressionismus, phantastischer Realismus, die Wiener Schule oder psychedelische Plattencovers der 60er-Jahre, wo diese Einflüsse halt machen, Beginnt mein Stil, und die persönliche Handschrift formt sich, wo das kopieren endet. 2.) Warum so viel Gesichter, Köpfe und Charaktere? Um das soziale Gefälle in einer Stadt der Kunst darzustellen. Jeder Charakter möchte Gehör, jeder will zu Wort kommen in einer Stadt der Genialität und Geisteskrankheiten. Und jeder sollte das Recht dazu haben. Und hat eine Person zu viel Macht, stelle ich sie umso fassungsloser dar. Ich bin davon überzeugt, dass misslungene Werke nicht oft genug überarbeitet wurden. Schlechte Kunst gibt es nicht, nur schlechte Arbeiten. Und Kunst, die nur für einen kleinen, elitären Kreis zu verstehen ist, davon gibt es genug, aber davon haben zu wenige etwas. |